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Ausgangslage

Arve mit Zwiesel

In der Surselva stehen an auffälligen und an eher versteckten Orten an der Strasse und im Wald verstreut monumentale Bäume. Ihre Gestalt, Form, besondere Dicke und Höhe wecken Erstaunen und Ehrfurcht. Sie sind Zeugen vergangener Klimaperioden oder Überreste ehemaliger Bewirtschaftungsformen. Unser Zeitgeist ging oft an solchen Naturwundern vorbei, nicht immer spurlos, denn viele Baumgiganten sind der Axt und der Motorsäge zum Opfer gefallen. Die Beseitigung erfolgte früher wegen des Brennholzbedarfs, später auch aus Sicherheitsgründen. Aber auch altersbedingte Schwächen verringerten die Überlebenschancen der gigantischen Greise.

Unbeachtet der emotionalen und sozialen Beziehungen des Menschen zu auffälligen Baumindividuen, haben diese auch eine besondere Funktion im Naturhaushalt. Sie stehen in enger Wechselbeziehung zu zahlreichen Pflanzen- und Tierarten, welche auf diesen Lebensraum und Nahrungsspender angewiesen sind. Diese sog. Habitatbäume tragen ganz wesentlich zur Biodiversität, d.h. zur Vielfalt an Arten und Lebensräumen bei.

Der Wandel in der Natur geht fast unbemerkt weiter, Witterungsextreme und Klimawandel hinterlassen ihre Spuren. Echtes Naturerlebnis scheint ein zunehmendes Bedürfnis zu sein. Dafür braucht es entsprechende Angebote.